Scheinwerfergehäuse
rekonstruiert.

Aus zwei beschädigten Originalen habe ich ein neues Gehäuse rekonstruiert. Dafür habe ich die Teile gescannt, im CAD überarbeitet und das neue Gehäuse aus PAHT-CF gedruckt.

Anwendung
Wohnmobil-Scheinwerfer
Auftraggeber
Caravan-Fachbetrieb
PAHT-CF-Gehäuse mit montiertem Scheinwerfer
Das neu gefertigte Gehäuse mit eingesetztem Scheinwerfermodul.

Kein Ersatz lieferbar.

Nach einem Unfallschaden benötigte ein Caravan-Fachbetrieb ein Scheinwerfergehäuse für ein Wohnmobil von Niesmann+Bischoff. Laut Auftraggeber war zum Projektzeitpunkt weder beim Fahrzeughersteller noch bei HELLA Ersatz erhältlich.

Zwei baugleiche Gehäuse hatten unterschiedliche Bruchstellen. Die erhaltenen Bereiche ergänzten sich und dienten als Vorlage für die Rekonstruktion.

Beschädigtes Originalgehäuse
Original · beschädigtes Gehäuse
Neu gefertigtes Gehäuse aus PAHT-CF
Neufertigung · angepasste Wandstärken und zusätzliche Rippen

Vom Scan zum Ersatzteil.

Vor dem Druck des endgültigen Gehäuses wurde ein Prototyp direkt am Fahrzeug geprüft.

  1. Geometrie erfassen

    Ich habe beide Originale aus mehreren Richtungen gescannt und die Scandaten zusammengeführt. Daraus entstand die Vorlage für das CAD-Modell.

  2. Gehäuse rekonstruieren

    Aus den Scandaten habe ich ein bearbeitbares Flächenmodell erstellt. Wo an einem Gehäuse etwas fehlte, konnte ich die Form vom anderen Original übernehmen.

  3. Passung prüfen

    Ein PLA-Prototyp wurde am Fahrzeug geprüft. Danach habe ich Wandstärken angepasst und Rippen im verfügbaren Bauraum ergänzt.

  4. Fertigen und montieren

    Das endgültige Gehäuse habe ich aus PAHT-CF gedruckt und danach die Stützstrukturen entfernt. Nach der Reinigung passte es; Schleifen oder Lackieren war nicht nötig.

Rekonstruiertes CAD-Modell in Fusion
Rekonstruierte Ausgangsgeometrie
CAD-Modell mit zusätzlichen Rippen in Fusion
Für den Druck überarbeitete Konstruktion

Einblick in die Fertigung.

3D-Scan und Druck im Video
Erfassung der Originale mit dem 3D-Scanner. Video öffnen
Fertigung auf dem Bambu Lab H2D im Zeitraffer. Video öffnen
Scandaten, Software und Material

Der Revopoint MetroY Ultra erfasste die Originale. In Revo Metro wurden die Aufnahmen zusammengeführt, in Revo Design die CAD-Flächen rekonstruiert. Über STEP gelangte das Modell zur weiteren Bearbeitung in Fusion. Die Druckvorbereitung erfolgte in Bambu Studio.

Das finale Gehäuse wurde aus Bambu Lab PAHT-CF gefertigt, einem kohlenstofffaserverstärkten Polyamid. Dokumentiert ist die Einbaupassung; Belastungs-, Temperatur- oder Langzeitprüfungen sind nicht Bestandteil dieses Projektberichts.

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